Stand: Fri Nov 24 04:29:34 CET 2017

Ratschläge bei papierbedingten Störungen im Druck- und Kopierbetrieb

Die Qualität des Papiers ist ausschlaggebend für die Zuverlässigkeit des Kopier- und Laserdruckprozesses. Die Wahl der geeigneten Papiersorte ist von großer Bedeutung, doch ebenso wichtig ist die sachgemäße Lagerung und Handhabung durch den Anwender. So zahlt sich eine entsprechende Sorgfalt später durch einen zuverlässigen Betrieb, hohe Druckqualität und geringe Ausfallzeiten vielfach aus.


Mit dem kleinen Ratgeber möchten wir Ihnen die Eigenschaften des Naturprodukts Papier näher bringen und die sachgerechte Handhabung darstellen. Und wenn's dann doch passiert - ob Papierstau oder schlechtes Druckbild -, finden Sie hier garantiert einen Tipp als Erste-Hilfe-Maßnahme. Ein Anruf beim Systemtechniker muss nicht immer sein, manchmal hilft ein kleiner Handgriff, um wieder Schwung in den Verarbeitungsprozess zu bringen.


Inhalt


- Das Rezept für gute Ergebnisse:

Wie gehe ich mit Papier um, was muss ich bei Spezialpapieren beachten, habe ich das richtige Papier für mein Gerät gewählt?


- Die richtige Diagnose - Maßnahmen:

Es staut sich immer wieder, der Toner haftet nicht, das Papier knittert - wie gehe ich vor?


- Der heiße Draht zum guten Rat:

Wichtige Adressen und Telefonnummern für die Wahl des richtigen Papiers.



Das Rezept für gute Ergebnisse



Die gute Wahl


Verwenden Sie nur Papier, das speziell für den Einsatz in Kopierern und Laserdruckern geeignet ist und eine dementsprechende Kennzeichnung trägt. Andere Papiersorten bieten kein zuverlässiges Ergebnis und können zu Verschmutzungen oder Schäden im Gerät führen. Schäden durch die Verwendung unsachgemäßen Materials können sogar vom Wartungsvertrag ausgenommen und in Rechnung gestellt werden.

Das in Europa gängige Papiergewicht beträgt 80 g/qm, beachten Sie im Übrigen die Hinweise in Ihrem Gerätehandbuch. Papiere ohne oder mit zweifelhafter Grammaturangabe sind nicht empfehlenswert. Für High-Speed-Laser- und Kopieranwendungen kann ein niedergrammiges Qualitätspapier wie Inapa Tecno Formula 75 (g/qm) eine gute Alternative bieten.


Achtung bei Spezialpapier, Etiketten, Folien oder anderen Materialien:

Vergewissern Sie sich, dass sich auf der Verpackung eindeutige Angaben zur Eignung für Kopierer/Laserdrucker befinden. Ungeeignete Materialien können Schäden verursachen.



Wozu der Pfeil auf dem Etikett der Papierverpackung?


Bei einigen Papieren finden Sie einen so genannten Laufrichtungspfeil auf den Etiketten an den Kopfenden der Ries-Verpackungen.

Achten Sie bei der Einlage des Papiers in das Papierfach des Geräts darauf, dass die Papierseite zuerst bedruckt wird, die mit dem Pfeil gekennzeichnet ist. Ob diese Seite im Papierfach nach unten oder oben zeigen muss, ist geräteabhängig und kann dem Handbuch entnommen werden. Papiere ohne Laufrichtungspfeil können beidseitig zuerst bedruckt werden. Am besten verzichten Sie auf eine Verwendung des jeweils obersten und untersten Blatts in der Verpackung, insbesondere wenn es gewellt und zerknittert ist oder sonstige Beschädigungen aufweist. Überprüfen Sie die richtige Lage des Papiers im Papierschacht.


Vom Rollen und Wellen


Zeigt frisch geliefertes Papier nach der Entnahme aus der Verpackung eine sichtbare Rollneigung, sollten sie es in der geschlossenen Verpackung zunächst noch einige Tage im Kopierraum akklimatisieren. Auch wellige Kanten können durch zu hohe Feuchtigkeit entstehen, zum Beispiel durch Kondensation bei Einsatz zu kalten Papiers in zu warmen Kopierräumen. Eine zu starke Rollneigung des Papiers steigert die Gefahr von Staus erheblich.


Einfach-Test: Nehmen Sie einen ca. 1 cm dicken Stapel aus dem Paket, fassen ihn mit Daumen und Zeigefinger in der Mitte der kurzen Seite und lassen ihn senkrecht nach unten hängen. Ein Einrollen der Längsseiten nach innen oder außen von nicht mehr als 3-4 cm ist akzeptabel. Wesentlich größer ist die Staugefahr bei einer Rollneigung des Papiers um mehr als 1 cm um seine kurze Querseite. Sie lässt sich durch den vorbeschriebenen Test ermitteln, wobei Sie den Papierstapel diesmal mittig mit der langen Seite nach unten hängen lassen. Weist das Papier auch nach erneuter Akklimatisierung eine Rollneigung in der Längs- oder Querseite über die beschriebenen Maße hinaus auf, sollten Sie von einem Einsatz absehen.


Achtung bei diagonaler Rollneigung des Papiers: Rollen sich die gegenüberliegenden Ecken von der Druckseite weg oder zu ihr hin rollen, löst in hohem Maße Papierstaus aus. Ein solches Papier sollte nicht eingesetzt werden.


Das Papier ist zu feucht?


Ein kleiner Test, auch ohne Messgerät - hat schließlich nicht jeder in der Schreibtischschubalde - schafft Klarheit:


Das Papier einmal blanko durch das Gerät laufen lassen und anschließend dasselbe Papier über den manuellen Einzug normal bedrucken. Lässt es sich problemlos verarbeiten, war wahrscheinlich eine zu hohe Feuchtigkeit die Störungsursache. Papier in diesem Fall ausreichend akklimatisieren bzw. neues Paket verwenden.


Kürzel "SB" (Schmalbahn) bzw. "BB" (Breitbahn) auf den Papierverpackungen: Sie zeigen die Faserlaufrichtung des Papiers an. Kopier- und Druckerpapiere im A4-Format werden in SB, A3-Papiere in BB konfektioniert. Folgender kleine Test schafft Klarheit: Reißen Sie ein A4-Blatt mittig seiner kurzen Seite durch - der Riss sollte glatt verlaufen. Bei einem Riss mittig der Längsseite sollte er faserig sein. Bei A3-Papieren verhält es sich genau umgekehrt.



Die richtige Diagnose und Ihre Maßnahmen


Störung

Mögliche Ursache

Test/Maßnahme

Fehleinzüge / Mehrfacheinzüge

Papier ist nicht korrekt eingelegt

Prüfen Sie das korrekte Anschlagen aller Führungen und die korrekte Position des Papiers im Gerätefach.

Prüfen Sie, ob die Stapelhöhe nicht über der Einfüllmarke liegt.

Beschädigte Papierkanten oder Grate

Papier ggf. mehrmals auffächern. Papier dabei nicht an den Kanten beschädigen oder knicken.

Sichtbar fehlerhafte Papiere aussondern.

Bei Formularen und Vordrucken: Druckfarbe nicht durchgetrocknet

Fächern Sie das Papier.

Bei Vordrucken: Verwenden Sie Material, das mind. 7 Tage nach dem Druck gelagert wurde.

Papier ist zu trocken - statische Aufladung

Öffnen Sie ein neues Paket. Prüfen Sie, ob das Papier nicht zu dicht an erwärmten Flächen gelagert wird.

Zu häufige Papierstaus

Papier entspricht nicht den Gerätespezifikationen

Prüfen Sie, ob das Papier hinsichtlich Format/Größe, Grammatur und Faserlaufrichtung den o. g. Standards bzw. den Angaben im Gerätehandbuch entspricht, Papier-Experten kontaktieren.

Papier zu feucht

Öffnen Sie ein neues Paket, das mindestens 24 Std. im Geräteraum akklimatisiert wurde.

Übermäßige oder diagonale Rollneigung

Roll-Test, wie oben beschrieben, machen.

Papier ist mit der falschen Seite nach oben eingelegt

Legen Sie das Papier andersherum ein. Öffnen Sie ein neues Paket: Der Pfeil muss auf die Seite der Erstkopie gerichtet sein.

Papier ist zu trocken, verursacht statische Aufladung

Probieren Sie ein neues Paket Papier aus. Prüfen Sie, ob

das Papier zu dicht an erwärmten Flächen gelagert wurde.

Übermäßige Rollneigung

Roll-Test, wie oben beschrieben, machen.

Lückenhaftes Druckbild

Papier zu feucht

Feuchtigkeitsteste, wie oben schrieben, durchführen und/oder neues, mindestens 24 Stunden geschlossen akklimatisiertes Paket verwenden.

Schwaches oder unterbrochenes Druckbild

Papier zu feucht

Wie oben

Papieroberfläche beschädigt oder zu rau, kein guter Kontakt zur Bildübertragungseinheit

Papier auf Beschädigungen untersuchen und ggf. aussortieren; vor allem bei Wechsel der Papiersorte: Kopiergeräte-Eignung lt. Verpackungshinweis prüfen, ggf. Übertragungseinheit durch Technik checken lassen.

Mangelhafte Tonerhaftung oder Fixierung

Knicken Sie eine Kopie an einer stark bedruckten Stelle und prüfen Sie, ob der Toner bricht. Fertigen Sie 10 Kopien/Drucke, reiben Sie erste und letzte Kopie/Druck gegen ein Blankoblatt und prüfen Sie auf Tonerabrieb. Zeigt sich bei der Erstkopie Tonerbruch oder -abrieb, liegt wahrscheinlich ein Maschinenproblem vor.

Papier zu feucht

Feuchtigkeitsteste, wie oben schrieben, durchführen, ggf. neues, mindestens 24 Std. geschlossen akklimatisiertes Paket nehmen.

Druckerfarbe (Formulare)

Siehe Hinweis wie oben. Läuft unbedrucktes Standardkopierpapier problemlos, Papier-Experten kontakten.

Ungeeignete Papierstruktur o. Oberflächenbeschichtung

Ausdrücklichen Hinweis Kopier-/Druckeignung auf Papierverpackung prüfen, Einsatzhinweise im Gerätehandbuch

lesen, Papier-Experten kontakten.

Papier zu feucht

Siehe obenl. Läuft unbedrucktes Standardkopierpapier problemlos, Papier-Experten kontakten.

Papier rollt sich in der Papierausgabe oder Endbearbeitungseinheit

Papier entspricht nicht den Gerätespezifikationen

Prüfen Sie, ob das Papier hinsichtlich Format/Größe, Grammatur und Faserlaufrichtung den o. g. Standards bzw. den Angaben im Gerätehandbuch entspricht, Papier-Experten kontaktieren.

Statische Aufladung der Kopien in der Papierausgabe

Papier zu trocken

Probieren Sie ein neues Paket Kopierpapier. Prüfen Sie, ob das Papier zu dicht an erwärmten Flächen gelagert wird. Die elektrische Entladung kann möglicherweise vom Anwender selbst ausgehen, wenn die Umgebung sehr trocken ist.


Ihr heißer Draht zum guten Rat


Fax-Hotline - rund um die Uhr Bestellservice: 0800 - 888 44 33

Im Internet: http://www.papierunion.de und http://www.inapa-tecno.com

E-Mail: info@papierunion.de

Ihr persönlicher Ansprechpartner bei der Papier Union



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